Wissen wäre fatal. Die Ungewißheit ist es, die uns reizt. Ein Nebel macht die Dinge wunderschön (Oscar Wild)

Nebel ziehen auf, sie ziehen durch schroffe Felsen und Wände, hüllen die Gipfel der Berge in dichtes Weiß. Der Blick wird begrenzt durch den Nebel, verliert sich, der Betrachter kennt seinen Standpunkt nicht mehr, ein gewisses Unbehagen stellt sich ein. Die Tiefe und Weite der Landschaft löst sich auf, ist nicht sichtbar aber emotional erfassbar. Diese Bilder erzählen keine Geschichten, sondern zeigen eher den “Stillstand der Zeit” und lassen viel Raum für eigene Assoziationen und Empfindungen.

Unter dem Titel „Hoch.Land“ setzt der Fotokünstler Edgar H. Mall mit diesen Arbeiten seinen Zyklus von Landschaftsbildern fort und greift insbesondere das Thema Mystik auf. Diese Bilder sind vorwiegend in den heimischen Bergen entstanden. Diese Berge sind mir so nah und doch auch wieder so unnahbar, man kennt sie und verkennt sie, sagt der Künstler. Jede Landschaft, vornehmlich die Berge haben ihre eigene “Seele”, wohnt ihnen eine Kraft inne, die man spürt sobald man sich näher auf sie einlässt, nicht über Höhenmeter und Zeit gemessen begegnet. Um diese Seele, Mystik einzufangen, bedarf es zur “richtigen” Zeit dort oben zu sein. Schlechtwetter, Regen, Schnee, Wind und Eis darf man nicht scheuen, denn gerade dann spürt man diese Magie – ist den Bergen ganz nah.